Historisches


Eines Ehrbaren Rathes Apotheke

Die Geschichte der Raths-Apotheke beginnt nachweislich am 1. Oktober 1532, als der "...Bürgermeister und der Rath der Stadt Bremen..." in einer Bestallungsurkunde"...öffentlich Kund tun und bekennen...", daß der Raths-Apotheker seinen "...
Bürgern und Patienten seine Waren um einen gemessenen Wert gutwilligverkaufen
und alles tun und verrichten solle, was einem aufrichtigen Apotheker wohl ansteht...". Dem unkontrollierten Handel mit heilsamen Tränken, Mixturen und Pulvern von Winkelapothekern, Krämern und allerlei anderen mehr oder minder fachkundigen Personen sollte ein Ende gesetzt werden. Der genaue Gründungstermin ist nicht bekannt. Im Jahre 1510 plante man schon den Bau und zog Erkundigungen ein - im Jahre 1530 hat die Apotheke schon bestanden, allerdings nicht am Markt, sondern wahrscheinlich in der Sögestraße hinter dem Gewandschneiderhaus.
Erst 1594 ist der Bau am Markt nachweislich. Zwei Giebel krönten damals das Haus, das außer der Apotheke und Lagerräumen auch die Akzise beherbergte.

Damals wirkten fünf Mannen der Arzneikunst in der Raths-Apotheke: der Apotheker, zwei Gesellen und zwei Lehrlinge. Sie stampften in ihren Mörsern, destillierten und mischten Tinkturen und Pülverchen. Ein Wurzelgarten existierte am Stadtgraben, rechts außerhalb des Herdentors, in dem allerlei heilende und exotische Kräuter wuchsen.
Erst im 17. Jahrhundert kamen weitere Apotheken dazu: 1640 die Einhorn-Apotheke, 1667 die
Hirsch-Apotheke und die Apotheke zur weißen Rose.
Da der Betrieb der Apotheke sich für zwei Parteien nicht lohnte, verkaufte die Stadt am 3. August 1815 die Apotheke dem damaligen Pächter Jacob Henschen, der die ursprüngliche Rennaissance-Fassade wegen Baufälligkeit abriß und durch eine einfache, klassizistische ersetzte.

Dieser Zweckbau war bei den Bremern nicht sehr beliebt, da er nicht zum Ambiente "Bremens
guter Stube"(Marktplatz) passte.
Am 11. Februar 1893 brach ein Feuer in der Dachstube aus und vernichtete in kurzer Zeit den
ganzen Oberteil des Gebäudes.
Friedrich Hauck, erst 13 Jahre Besitzer der Raths-Apotheke und Vater von fünf Söhnen, konnte einen kostspieligen Aufbau der Fassade nicht bezahlen. So ergab sich unter den Bürgen und in der Bürgerschaft eine rege Diskussion ob und wie die Fassade wieder aufgebaut werden solle. Es kristallisierte sich die Meinung heraus, dass "...der Marktplatz so sehr jedem Bremer an Herz gewachsen sei, daß eine dauernde Verunzierung desselben womöglich abgewehrt werden
sollte...". Der Dombaumeister Max Salzmann fertigte einen Entwurf im Stil der Neorennaissance mit einem Giebel in der Mitte an. Am 7. Juli 1893 wurde abgestimmt: die Stadt Bremen
übernahm 15000 Mark, der Bremer Franz Schütte (Petroleum Schütte) mit einer Spende von 10000 Mark und der Besitzer F. Hauck ebenfalls 15000 Mark.

Im zweiten Weltkrieg, am 6. Oktober 1944, wurde die Raths-Apotheke durch eine Brandbombe zerstört und brannte völlig aus. Es stand nur noch die Fassade bis zur Erkerhöhe.
 

Nach dem Krieg begann ein Aufbau in Etappen: zuerst wurde die Apotheke wieder aufgebaut - bis zum zweiten Stock und mit einem Flachdach. Dann wurde wieder eine Fassade mit zwei Giebeln errichtet, wie sie damals Lüder von Bentheim gestaltet hatte.

Heute arbeiten zwei Generationen in der Raths-Apotheke:Brigitte Real, geb. Hauck mit ihrem Ehemann Dr. Horst Real und Kirsten Real, geb. Kuhne mit ihrem Ehemann Thomas Real. Zusammen mit unseren Mitarbeitern bieten wir allerhand Arzneimittel wohlfeil - getreu nach den Motto:

Tradition seit 1532

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