Masern & Keuchhusten im Vormarsch


Impfen oder anstecken lassen?
Masern & Keuchhusten im Vormarsch
Ilike/Shutterstock
Komplikationen einer Masern-Erkrankung sind gefährlich. Impfschäden sind das kleinere Risiko.

Das Thema Infektionsschutz spaltet die Gesellschaft: Die einen schicken ihre Kinder zum Impfen, die anderen zur Ansteckungsparty. Welche Strategie bewährt sich angesichts steigender Masern- und Keuchhustenraten?

Masern, Keuchhusten, Windpocken – sind die typischen Kinderkrankheiten ein Kunstgriff der Natur, um das Immunsystem zu trainieren? Viele Impfgegner begründen ihre Bedenken mit genau diesem Argument. Statt auf Impfschutz setzen sie auf Abhärtung. Impfbefürworter argumentieren anders. „Der Organismus entwickelt bei durchgemachten Kinderkrankheiten zwar Abwehrkräfte, es werden aber auch vermeidbare Komplikationen oder Spätschäden in Kauf genommen“, betont Prof. Ursel Heudorf, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes Frankfurt am Main. Zur sanften Stärkung des Immunsystem genügen harmlosere Keime und die körpereigene Darmflora.

Wie häufig sind Komplikationen?

Etwa jeder fünfte Masernfall zieht Komplikationen nach sich. Selbst nach 15 Jahren drohen noch tödliche Infektionen des Nervensystems. Dagegen sind schwere Impfnebenwirkungen äußerst selten. Zwischen 1990 und 2005 kamen auf Millionen von Impfungen nur etwa 315 Impfschäden. Nicht mit Nebenwirkungen zu verwechseln sind Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber oder Rötungen an der Einstichstelle. Impfreaktionen dieser Art zeigen lediglich an, dass der Körper auf die Impfung anspricht.

Was hilft der Gemeinschaft?

Je geringer die Impfbeteiligung, desto steiler steigt die Ansteckungsrate. Wer sich dagegen impfen lässt, schützt auch Neugeborene und Immungeschwächte, für die eine Impfung nicht in Frage kommt. Wären beispielsweise 96 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft, ließe sich die Krankheit ausrotten.

Apotheke berät zum Thema Impfen

„Wer sich nicht sicher ist, ob und gegen welche Erreger er geimpft ist, kann sich in der Apotheke beraten lassen“, empfiehlt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Beim Impfpass-Check klärt der Apotheker, welche Auffrischungen oder neuen Schutzimpfungen in Frage kommen.

Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

Stellenangebote

QMS Zertifiziert



QMS Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 2015

Zentrallaboratorium

Unsere Rezepturen und Blutuntersuchungen sind Zertifiziert durch das Zentrallabor Deutscher Apotheker.


 

News

Schlaganfall durch Gefäßverkalkung
Schlaganfall durch Gefäßverkalkung

Entzündung sorgt für weitere Infarkte

Nach einem ersten Schlaganfall ist das Risiko für nachfolgende Schlaganfälle erhöht. Als Ursache identifizieren Münchener Forscher Entzündungen als Folge einer Gefäßverkalkung.   mehr

Morgenmenschen leben gesünder
Morgenmenschen leben gesünder

Weniger Krankheiten und längeres Leben

Eine britische Studie bringt es an den Tag: Frühaufsteher leiden seltener an Diabetes, Depressionen und Magen-Darm-Beschwerden – und sie leben länger als Abendmenschen.   mehr

Fußpflege leicht gemacht
Fußpflege leicht gemacht

(K)eine Frage der Kosmetik!

Obwohl uns die Füße während des Lebens mehrmals um die Erde tragen, erhalten sie nicht immer die nötige Aufmerksamkeit. Erst, wenn sie sich schmerzhaft bemerkbar machen, denken wir an ihre Pflege. Wie Sie den typischen Beschwerden mit Cremes, Pflastern und Instrumenten begegnen können und wann der Fachmann ins Spiel kommt.   mehr

Video zum Rx-Versandverbot
Video zum Rx-Versandverbot

Für Apotheken zählt jedes Rezept!

Die Bundesregierung plant ein Verbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel, das sogenannte Rx-Versandverbot. Vor- und Nachteile werden heiß diskutiert.   mehr

Pflegevergütung für alle Strümpfe
Pflegevergütung für alle Strümpfe

Neue Richtlinie hilft Patienten

Bisher erhielten Pflegedienste für das An- und Ausziehen leichter Kompressionsstrümpfe der Klasse 1 keine Vergütung. Diese für Patienten ungünstige Regelung gehört jetzt der Vergangenheit an.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Produkte

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Ihren Arzt oder Apotheker (bei Tierarzneimitteln Ihren Tierarzt).

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Raths-Apotheke
Inhaber Thomas Real e.K.
Telefon 0421/32 10 33/34
E-Mail bestellung@raths-apotheke.net